Gemeinde Herrischried NIEDERGEBISBACH
Großherrischwand  Der im Jahre 1974 eingemeindete Ortsteil zählte am 31

Niedergebisbach

Der im Jahre 1972 eingemeindete Ortsteil Niedergebisbach, zählte am 31.12.2002 „223“ Einwohner .
Die mittlere Höhenlage beträgt ca. 845 ü.M.
Die Gemarkung hat 54 Gewanne und umfasst eine Fläche von ca. 384 Ha.
In früheren Aufzeichnungen erscheit der Ortsname als „Gebelsbach“.

 

Niedergebisbach ist als Hofsiedlungen in der mittleren oder jüngeren Periode der Hotzenwalderschließung also zwischen dem 10. und 11. Jahrhundert entstanden. Die Besiedlung scheint von Wehr aus erfolgt zu sein, denn der Ortsteil gehörte in früherer Zeit zur Grafschaft Wehr. Allerdings sind die territorialen Machtverhältnisse des frühen Mittelalters nicht mehr klar ersichtlich. Im Gegensatz zu Obergebisbach hat Niedergebisbach nie zum Kirchspiel Wehr gehört. Das lässt darauf schließen, dass zwischen Ober- und Niedergebisbach schon in alter Zeit die Grenze zwischen der einstigen Grafschaft Wehr und dem Gebiet der Grafschaft Hauenstein lag.
Niedergebisbach erscheint bis zum 15. Jahrhundert meistens mit Obergebisbach zusammen als die zwei „Geboltzpach“ . Ab dem Jahre 1546 erscheint (damals noch) Niedergebelsbach für sich.

In Niedergebisbach stand ein Meierhof, der ursprünglich wohl der Verwaltungshof der Herrschaft war, die über das Dorf gebot. Dieser Meierhof war in späterer Zeit als Lehen vergeben und ging dann in das Eigentum der Bewirtschafter über. Um 1650 besaßen ihn Hans Seger und der Maurer Gallin.

In Gedenken an die Sapleterer-Zeit wurde in den letzten Jahren der Platz vor dem Feuerwehrgerätehaus als „Blasius-Hottinger-Platz“ benannt. Blasius Hottinger stammte aus Niedergebisbach und war einer der Anführer in der Salpeterer-Zeit.

Niedergebisbach gehörte zur Einung Rickenbach und unterstand auch gerichtlich der Einung bzw. dem Vogteiamt. Nach dem Übergang an Baden 1806 wurde Niedergebisbach dem Amtsgerichtsbezirk Säckingen zugeteilt. Kirchlich gehörte das Dorf bis 1897 zu Rickenbach, dann wurde es der Pfarrei Herrischried angegliedert.

 
Sehenswürdigkeiten und Bräuche :
  • Marienkapelle
  • Kreuzweg
  • Totenbühl
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